Stiftung Naturschutz organisiert eine Umtauschaktion - Plastik gegen Stoffbeutel

Baumschulenweg. Eigentlich ist in der Kiefholzstraße 186 das Bürgerbüro von Katrin Vogel (CDU) untergebracht. Seit ein paar Wochen betätigen sich die Abgeordnete und ihre Büroleiterin nebenberuflich als Müllsammler.


 


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Büroleiterin Nicole Kirchner (links) und Abgeordnete Katrin Vogel mit Stoffbeuteln und Plastiktüten. Foto: Ralf Drescher

Dafür wurde extra eine orangefarbene Tonne aufgestellt. Sie dient als Sammelbehälter für die Aktion "Berlin tüt was" der Stiftung Naturschutz Berlin. "Jede Stunde gehen berlinweit 30 000 Plastiktüten über den Ladentisch, dass sind über 700 000 Tüten am Tag. Für deren Produktion werden 43 Tonnen Rohöl benötigt", erzählt Katrin Vogel.

Diese Zahlen haben sie dazu gebracht, sich der Aktion "Berlin tüt was" anzuschließen. Wer zehn Plastiktüten im Büro abgibt, bekommt dafür einen Stoffbeutel mit dem Logo der Aktion. Der ist deutlich stabiler und kann ganz sicher mehrmals benutzt werden.

Im Abgeordnetenbüro werden die abgelieferten Plastiktüten mit dem Tacker auf Leinen befestigt. So vorbereitet, werden sie hier und in vielen anderen Sammelstellen Mitte September abgeholt. Damit soll beim Umweltfest am 20. September auf dem Tempelhofer Feld ein Weltrekordversuch aufgestellt werden. Mindestens 1500 Menschen sollen eine neun Kilometer lange Tütenkette bilden. Die Aktion findet gegen 16 Uhr statt, wer mitmachen will, erreicht das Aktionsgelände über den Eingang an der Oderstraße in Neukölln.

Katrin Vogel musste bereits mehrmals Stoffbeutel nachbestellen. "Wir haben die Tütenspender gebeten, noch einmal wiederzukommen", erzählt sie. Wer ganz sicher sein will, dass er seine Plastiktüten sofort gegen einen Stoffbeutel tauschen kann, sollte vorher einfach anrufen:   64 31 81 41.

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